Die Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Wald von Hünfelden und Hünstetten“ hat eine positive Einstellung zur Windkraft, soweit sie ökologisch vertretbar und in der betreffenden Region sinnvoll ist.
Den aktuell diskutierten Standort im Wald halten wir für jedoch nicht vertretbar.

Lesen Sie hier eine Kurzinfo des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:

Um die Klimaschutzziele und die Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu realisieren, müssen die Potenziale der verschiedenen regenerativen Energieformen entsprechend ihrem Stand der Technik genutzt werden. Die erneuerbaren Energien stellen heute rund 9,5 % der Primärenergie und 15,1 % des verbrauchten Stroms. Nachdem die Potenziale der Wasserkraft in Deutschland bereits zu einem großen Teil erschlossen sind, bestehen die größten Ausbaupotenziale derzeit bei der Windenergie. Die technische Entwicklung ist hier weit fortgeschritten und belastbare Erfahrungen mit der Technik liegen vor.

Windenergieanlagen nutzen die Bewegungsenergie des Windes, die durch unterschiedliche Luftdruckverhältnisse in der Nähe der Erdoberfläche entsteht. In Deutschland dienen Windenergieanlagen ausschließlich der netzgekoppelten Erzeugung von Elektrizität. Moderne Windenergieanlagen nutzen das Auftriebsprinzip anstatt des Widerstandsprinzips. Sie setzen dem Wind keinen Widerstand entgegen, sondern der Wind erzeugt beim Vorbeiströmen an den Flügeln der Anlage einen Auftrieb, der Flügel der Anlage in Rotation versetzt.

Im Jahr 1990 wurden in Deutschland noch 948 Mio. Tonnen CO2 emittiert, während es im Jahr 2007 noch 774 Mio. Tonnen CO2waren. Im Jahr 2008 hat die Windenergienutzung in Deutschland bereits rund 30,4 Mio. t CO2 eingespart. Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung auf 25 Prozent steigen, bezogen auf den heutigen Stromverbrauch. Dies allein würde unsere Kohlendioxid-Emission bereits um 20 Prozent vermindern. So wird in beeindruckender Weise die Bedeutung der Windenergie für den Klimaschutz deutlich.

Entwicklung der Windenergienutzung

Im Jahr 2008 wurden 866 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.665 MW installiert. Diese lieferten 40,4 Mrd. kWh in 2008, was einem Anteil am Bruttostromverbrauch von rund 6,6 % entspricht. Insgesamt waren zum 31.12.2008 23.894 Megawatt Leistung Windenergie installiert.

Um den Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland auf hohem Niveau aufrecht zu erhalten, ist neben dem weiteren Ausbau an geeigneten Landstandorten und dem Ersatz alter, kleinerer Anlagen durch moderne und leistungsstärkere (Repowering) auch eine schrittweise Erschließung geeigneter Standorte auf See erforderlich.


Quelle: http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/4642/



Der Anteil von Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland lag 2009 bei 16,1 %.
(Quelle: Bundesumweltministerium, 24.03.2010).

Bislang ist dabei allerdings eine Auswirkung auf bestehende Kraftwerke nicht feststellbar. Ein Hauptgrund dafür ist, dass Energie derzeit lediglich in nicht nennenswertem Umfang speicherbar ist.

Trotzdem ist Windenergie gegenüber Atom- und Verbrennungsenergie ganz klar zu befürworten.

Ein sinnvoller Ausbau der Windenergie ist jedoch erst dann möglich, wenn es in Deutschland ein schlüssiges und einheitliches Energiekonzept gibt.

Und wo liegt aktuell, ohne dieses sinnvolle Energiekonzept die Grenze des Ausbaus?

Genau dort, wo andere, schützenswerte Belange beeinträchtigt werden, also in diesem Fall ist die Grenze der Wald!