Was geplant ist:


Die Gemeinden Hünfelden und Hünstetten möchten im Wald­ von Ketternschwalbach, Kirberg und Nauheim Flächen für den Bau von Wind­kraft­industrieanlagen ausweisen.

 
Fotomontage von Kirberg aus
Aktuell gehen die beiden Bürgermeister Norbert Besier (Hünfelden) und Axel Petri (Hünstetten) von einer Planung der Firma juwi mit insgesamt 10 Windkraftanlagen aus, davon 6 im Hünfeldener und 4 im Hünstettener Wald mit 185 m Gesamthöhe und 112 m Rotordurchmesser (Beispiel Enercon E-126).


Sven Kunze, zuständig für die Projektakquise bei der Firma juwi, spricht in den aktuellen Planungen von 5.600 qm Waldfläche, die je Anlage gerodet werden müssen. Nach Abschluss der Arbeiten könne ein Teil wieder aufgeforstet werden; pro Anlage verblieben jedoch etwa 1.100 qm als Fundament und Kranaufstellfläche, die nicht wieder bepflanzt werden können. Berücksichtigt werde bei den Arbeiten auch, ob Windwurfflächen oder angrenzende Waldwege einbezogen werden könnten.

Bei 10 Anlagen kommt man so auf eine Fläche von 56.000 qm (5,6 ha), die für die Aufstellung der Windkraftanlagen benötigt werden und zu einem großen Teil gerodet werden müssen. Davon könnten 4,5 ha wieder bepflanzt werden und wachsen langsam heran; 11.000 qm an Waldfläche gehen dauerhaft verloren.

Zusätzlich müssen die Waldwege verbreitert werden, die für die Anfahrt von Kränen oder zur Anlieferung von Ersatzteilen nötig sind.